Nass, aber optimistisch: Lirim Zendeli startet rasant in die Saison

Das Wetter hat es ihm nicht leicht gemacht, dennoch kann Lirim Zendeli von seinem ersten Race in der ADAC Formel 4 wertvolle Rennerfahrung mitnehmen. Nach einem turbulenten Qualifying und drei regennassen Rennen auf Slicks schaffte es der junge Bochumer in der Rookie-Gesamtwertung auf den beachtlichen 8. Platz und blickt zuversichtlich auf das kommende Rennen am Sachsenring.

„Im Qualifying habe ich einfach zu früh versucht zu pushen und bin so nach vier Runden im Gras gelandet. Dazu hat die Einstellung an der Vorderachse nicht gestimmt“ erzählt der Sechzehnjährige vom Wochenende in Oschersleben. „Das größte Problem waren aber die falschen Reifen.“ Denn während 90% des Feldes auf Regenreifen unterwegs war, fuhren Lirim und drei weitere Fahrer mit Slicks an die Startlinie. Ein gewagter Plan, der fast aufgegangen wäre – hätte es nicht so stark geregnet.

So startete Lirim Zendeli beim ersten Rennen aus der 10. Reihe auf Platz 20, rutschte auf regennasser Fahrbahn jedoch nach acht Minuten von der Strecke. Im zweiten Rennen konnte sich der Schüler trotz weniger Überholmöglichkeiten bis auf den 16. Platz vorarbeiten und den Titel als viertschnellster Rookie mitnehmen. Auch im dritten Rennen sah es zunächst gut aus und Lirim fuhr mehrere souveräne Überholmanöver, bis kurz vor Schluss eine kleine Kollision mit dem Reifen des Vordermanns nicht vermeidbar war und sich der Frontflügel verabschiedete.

„Ich bin auf jeden Fall optimistisch, dass die nächsten Rennen besser laufen“ erklärt das Nachwuchstalent. „Das Überholen ist auf der Strecke in Oschersleben ziemlich schwierig. Am Sachsenring wird das einfacher – und ich weiß, dass ich schnell bin!“ Nachdem Lirim Zendeli mit seinem Team Mücke Motorsport unter anderem den perfekten Start geübt hatte, konnte er sein neu erworbenes Wissen in Oschersleben gleich umsetzen. „Im dritten Rennen hab ich wirklich meinen ersten Rennstart gemacht und habe das schon so hinbekommen wie mein erfahrener Teamkollege!“

Wie seine großen Vorbilder Michael Schumacher und Sebastian Vettel hat auch der Gymnasiast im Kart seine ersten Runden gedreht und schon damals mit außergewöhnlichem Speed auf sich aufmerksam gemacht. Der Weg in die Formel war damit vorgezeichnet. Für diese Saison steht für Lirim die Attacke auf den ersten Platz der Rookie-Wertung an. „Dazu wäre es toll, in der Gesamtwertung unter den ersten fünf Fahrern zu sein! Vom Speed her bin ich mir sicher, dass ich sehr weit nach vorne kommen kann.“

Das weiß auch Lirims Familie. Das Rennen haben Familie und Freunde teils online gespannt verfolgt. „Darüber habe ich mich sehr gefreut!“ strahlt Lirim. „Das motiviert mich total dazu, wieder loszulegen und Gas zu geben. Wenn nach einem solchen Rennen dann trotzdem die Nachricht kommt, dass jemand stolz auf mich ist, ist das einfach schön!“

Besonders dankbar zeigt sich Lirim Zendeli gegenüber seinen Sponsoren haas und partner sowie Good Game Advisors, seinem Teamchef Peter Mücke, seinem Ingenieur Ralf Druckenmüller und seinem Mechaniker André Stockmann. Dazu ergänzt er: „Ein ganz besonderer Dank geht an Herrn Durchlaub, dass er mich in Oschersleben besucht hat um meine Rennen live vor Ort zu verfolgen und mir nun 10 weitere Tests ermöglicht, da ich im Gegensatz zu anderen Fahrern wenig Tests hinter mir habe und jeder Test für mich hilfreich ist.“

Schon in zwei Wochen wird Lirim Zendeli erneut Gas geben und zeigen, was in ihm steckt: Vom 29. April bis zum 1. Mai findet der zweite Lauf der ADAC Formel 4 am Sachsenring statt.


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