„Ich glaub, ich mag den Lausitzring langsam.“

Klettwitz – Wie wir vor einer Woche berichteten, hatte Lirim Zendeli, der junge Motorsport-Pilot aus Bochum, keine guten Erinnerungen an den Lausitzring. Am letzten Wochenende standen die Zeichen jedoch gar nicht so schlecht, dass sich das ändern könnte. In der Niederlausitz, zwischen Cottbus, Dresden und Berlin, fand das Motorsport Festival, eine Gesamt-Veranstaltung der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft (DTM) der ADAC GT Masters, der Internationalen Deutschen Meisterschaft (IDM) der Superbike Motorräder sowie der ADAC Formel 4, auf dem Eurospeedway Lausitzring statt. Die Atmosphäre, die Stimmung unter den serienübergreifenden Teams und nicht zu vergessen, bei den zahlreichen Motorsport-Fans, hätte nicht besser sein können. Mitten unter ihnen auch der Youngster aus Bochum. Lirim Zendeli, der sich durch die guten Ergebnisse des Team-Testes vor zwei Wochen am Lausitzring nicht zu unrecht berechtigten Hoffnungen machen konnte, startet mit Rundenzeiten ins Wochenende, die ihm im freien Training in die Top-Five katapultierten. Mit dieser Performance war ihm im Zeittraining Platz drei in seiner Gruppe sicher und bescherte ihm Platz sechs in der Startaufstellung zum ersten Rennen am Samstag Mittag. Doch irgend etwas klappte während der Startphase nicht perfekt und so rollte er ein paar Zentimeter nach vorne. Das blieb von den Offiziellen nicht unbemerkt und so bekam er eine 30 Sekunden Strafe, die ihn von Platz sieben, auf Platz 21 zurückversetzte. „Ich hab mich sehr geärgert. Die Kupplung griff schon und der Bremsdruck war in diesem Moment ein bißchen zu wenig. Schon rollte ich ein paar Zentimeter“, analysierte der sympathische Youngster die Situation. Auch wenn er sich damit keinen Vorteil verschaffte, da er seinen Platz bis zur Platzierungslinie nicht voll ausgeschöpft hatte, so musste er den Regelverstoß anerkennen. In seinem zweiten Rennen am Samstag, von Platz vier gestartet, war Zendeli erleichtert, unbeschadet durch das Rennen zu kommen. Vor ihm drehte sich ein Mitbewerber, was ihn zu einem starken Bremsmanöver zwang und zwei Kontrahenten links und rechts an ihm vorbeifuhren. Mit Platz sechs in seinem dritten Rookie-Rennen der Highsppedschule des ADAC, kann der Bochumer, nicht zu unrecht, stolz auf sich sein. Stellt er doch unter diesen schwierigen Bedingungen seine Ambitionen, Rookie-Meister zu werden, unter Beweis. Nach dem Rennen ging es für ihn als bester Rookie auf sein erstes Formel 4 Podium.

Lirim Zendeli legte im dritten Rennen an diesem Wochenende noch einen drauf. Nach einem Regenschauer kurz vor dem Rennen erfolgte der Start auf nassem Asphalt. Wie lange wird das Rennen dauern? Wann und wieviel Safty-Car-Phasen wird es geben? Wann wird der Asphalt abtrocknen? Der Reifenpoker ist eröffnet. Während sich Zendeli und sein kfzteile24 Mücke Motorsport Team für Regenreifen entschieden, sind doch einige Mitbewerber auf Slicks unterwegs. „Am Anfang konnte ich meine Performance und auch meinen Rhythmus sofort umsetzen. Es ging schneller nach vorne als ich es mir vorgestellt hatte“, sagte ein Zendeli lächelnd. Zwei Runden vor Schluss hatte er für Aufsehen gesorgt. Von Platz 21 auf 3 vorgefahren. Damit dürfte wohl niemand gerechnet haben. Eine kleine Sensation bahnte sich an. Doch in den letzten beiden Runden fingen seine Waffen an, in diesem Fall waren es die Regenreifen, stumpf zu werden. Es blieb ihm keine andere Wahl, als zwei seiner Mitbewerber vorbeiziehen zu lassen und sein Wochenende mit einem fantastischen fünften Platz abzuschließen. Wir wollten von einem sichtlich glücklichen Zendeli wissen, was es nun mit dem Lausitzring auf sich hat. Hatte er doch vor einer Woche gesagt, dass er diesen nicht mag. Aber wie kommt es, dass er im ersten Rennen die schnellste Rennrunde auf dem Eurospeedway Lausitzring hingelegt hat? „Vielleicht liegt es daran, dass man die Dinge, die man nicht mag, doch besonders gut macht“, lachte Zendeli.

Vom 17.06. bis 19.06.2016 geht es für den 16-Jährigen und sein kfzteile24 Mücke Motorsport Team zum Halbzeitrennen in die etropolis Motorsport Arena nach Oschersleben. Die ADAC GT Masters bittet die Piloten in die Magdeburger Börde.


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